Minden

Minden ist eine Stadt mit etwa 83.000 Einwohnern im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Die Stadt liegt an der Weser, ist Kreisstadt des ostwestfälischen Kreises Minden-Lübbecke im Regierungsbezirk Detmold und das historisch politische Zentrum des Mindener Landes. Minden ist durch sein Wasserstraßenkreuz, an dem sich Mittellandkanal und Weser in einem Bauwerk kreuzen, bekannt. In der über 1200 Jahre alten ehemaligen Bischofsstadt finden sich zahlreiche Bauten der Weserrenaissance sowie der Dom, ein wichtiges architektonisches Wahrzeichen.

Minden liegt im Nordosten von Nordrhein-Westfalen nördlich des Durchbruchs der Weser durch das Weser- und Wiehengebirge. Hier verlässt die Weser das Weserbergland und fließt in die Norddeutsche Tiefebene.

Die Stadt liegt beiderseits der Weser im Flachland in Sichtweite der Mittelgebirge im Süden und reicht mit den Ortsteilen Häverstädt, Dützen und Haddenhausen bis an den Kamm des Wiehengebirges heran. Die Kernstadt liegt rund 5 km nördlich an der Geländestufe des westlichen Hochufers der Weser, die auch die Grenze der beiden Naturräume Mittleres Wesertal und Lübbecker Lößland markiert. Diese Stufe zieht sich quer durch das Stadtgebiet und teilt nicht nur die Stadt in die Ober- und Unterstadt sondern auch die beiden Naturräume. Die Gliederung der Stadt ist geprägt durch die preußische Festung Minden; die aufgelassenen Festungsbauten bilden heute einen Grüngürtel (genannt Glacis) rund um die Stadt.

Minden liegt 40 km nordöstlich von Bielefeld, 55 km westlich von Hannover, 100 km südlich von Bremen und 60 km östlich von Osnabrück und bildet das historische und politische Zentrum des Mindener Lands.

Der Mittellandkanal kreuzt die Stadt von Ost nach West, die Weser fließt von Süd nach Nord durch die Stadt. Im Norden der Stadt kreuzt sich die Weser mit dem Mittellandkanal am Wasserstraßenkreuz Minden. Im Stadtgebiet mündet der Kleinfluss die Bastau von Westen kommend in die Weser.

Minden ist über die Bundesautobahnen A 2 und A 30 (Europastraße 30) zu erreichen. Weiter liegt die Stadt im Einzugsbereich der Bundesstraßen B 61, B 65 und B 482.

Der niedrigste Punkt findet sich im Ortsteil Leteln mit 40,338 m über NN, der höchste Punkt mit 180,594 m über NN im Ortsteil Haddenhausen. Die Höhenlage der Stadt wird mit 42,2 m über NN an Mindener Rathaus angeben

Das Gebiet wird vor allem von den Lockergesteinen des Eiszeitalters bestimmt. Dazu zählen Kies, Sand und Geschiebelehm. In manchen Gebieten finden sich vereinzelt auch Schmelzwassersand und der fruchtbare Löss. Die Böden bestehen im Stadtgebiet hauptsächlich aus Parabraunerden, also einer verwitterten Lössform. Im Nordosten des Gebietes finden sich auch für den Ackerbau geeignete Braunerden mit überwiegend lehmig-sandigem Charakter. Im Nordwesten finden sich außerdem staunasse Böden (Pseudogley) auf tonreichem, dichtgelagertem Geschiebemergel. Hier wird das Land meist als Grünland extensiv genutzt. Ackerbau ist nur nach entsprechender Entwässerung möglich. In den tiefer gelegenen Flussauen von Weser und Bastau findet sich Gleye. Hier ist durch die Grundwasserbeeinflussung beziehungsweise regelmäßige Überschwemmung nur eine Nutzung als Grünland möglich. Die Böden im Wesertal wurden teilweise bereits in den nacheiszeitliche Talböden und Auen der Weser und Bastau abgelagert. Im Wesertal bauen zwei Unternehmen den Kies (Nassauskiesung) ab. Im Wiehen- und Wesergebirge finden sich auch steinige und flach- bis mittelgründige Böden (Rendzina-Braunerden) aus Kalkmergelstein und stellenweisen Lößbeimengungen.

In tieferen Schichten besteht der Untergrund aus Ton-, Tonmergel-, Kalk- und Sandsteinen. Diese Gesteine stammen aus dem Trias, Jura und der Unterkreide. Im Süden, wo das Stadtgebiet das Wiehengebirge berührt, treten die Schichten des Oberen Juras, im Ortsteil Bölhorst auch solche der Unterkreide zutage. In Bölhorst, Zollern und Meißen (Kohlenbergwerk Minden) wurde rund 370 Jahre lang im Mindener Revier Steinkohle gefördert. Im ehemaligen Schacht-Bölhorst des Steinkohlenbergwerk Bölhorst wird seit Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute eine rund 10-%ige Sole gefördert, die für Kuranwendungen eingesetzt wird. Ebenfalls baute man seit Mitte des 19. Jahrhunderts entlang des Wiehengebirges Eisenerz im Bergbau ab, so z.B. in der bis 1967 existierenden Eisenerzgrube Porta in Dützen, deren Außengebäude heute noch auf dem Gelände des Potts-Freizeitparks sichtbar sind. Im tiefen Untergrund sind die Gesteine des Erdaltertums (Devon, Karbon, Perm) anzutreffen.

Die Eignung von Minden zur Nutzung von geothermischen Wärmequellen mittels Erdwärmesonde und Wärmegewinnung durch Wärmepumpe ist standortabhängig sehr unterschiedlich ausgeprägt, es gibt ungeeignete wie auch sehr gut geeignete Lagen (vgl. dazu die nebenstehende Karte). Generell verbessert sich die Nutzbarkeit von Norden in Richtung Süden des Stadtgebietes.

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